Umzug mit Kindern

Auch bei einem Umzug mit Kindern ist im Hartz IV-Bezug auf einiges zu achten. Der wichtigste Punkt ist dabei die Regelung mit dem Amt. Kümmern Sie sich als erstes darum, dass die Arge dem Umzug zustimmt und diesen folglich unterstützt.

Das eben Gesagte ist kein absolutes Muss – Sie können auch ohne Zustimmung umziehen. Aber dann bezahlen Sie alles selbst: Vorsicht! Das kann teuer werden.

Was Eltern mit der Arge regeln sollten

Kinderzeichnung

Der erste Punkt in einem solchen Fall ist, dass der Umzug mit Kindern notwendig sein muss. Das ist z.B. der Fall, wenn

  • in der jetzigen Wohnung untragbare und nicht behebbare Schäden (wie Schimmelbefall) sind
  • ein Mieter schwerbehindert wird und es keinen Aufzug im Haus gibt oder
  • im besten Fall ein neuer Job, der in einer anderen Stadt oder an einem anderen Ort auf den Hartz IV-Empfänger wartet.

Der jeweilige Umstand muss dabei nachweislich belegt werden, wie in etwa durch Fotos oder ein Attest.

Unbedingt vor dem Umzug sollten Sie das Vorhaben mit dem zuständigen Sozialamt absprechen, denn ohne dessen vorherige Erlaubnis würden die anfallenden Kosten nicht übernommen werden. Zudem ist auch nur die Übernahme des Umzugswagens sowie der Kaution an den neuen Vermieter vom Sozialamt zu erwarten, eventuell anfallende zusätzliche Kosten, wie etwa die einer Renovierung, werden vom Amt nicht übernommen.

Die Wohnungsgröße berechnet sich hierbei aus der Anzahl der Familienmitglieder. Einer Einzelperson sollen hierbei 45 m² zustehen, für weitere Personen, die ebenfalls in derselben Wohnung leben sollen, kommen je Mitglied noch einmal 15 m² Wohnfläche hinzu.

Für die Umzugserlaubnis werden oft verschiedene gleichwertige Angebote gefordert. Der schnellste Weg, verbindliche Speditionsangebote zu bekommen, ist eine Umzugsbörse. Oder Sie holen von drei Speditionen Ihrer Wahl (z.B. aus den Gelben Seiten) Angebote ein, die Sie vergleichen können.

Was Sie für Ihr Kind beachten sollten

In Bezug auf die Kinder ist ebenfalls für einige Dinge Sorge zu tragen. So sollte zum Einen gewährleistet sein, dass die Kinder auch in der neuen Stadt rasch neue soziale Kontakte knüpfen können, wie etwa in einem gut erreichbar liegenden Kindergarten.

Auch die Verfügbarkeit einer Schule in der näheren Umgebung sollte geprüft werden.

Geht Ihr Kind schon in die Schule? Dann sollte zudem ein möglicher Umzug in den Schulferien in Betracht gezogen werden, damit keine Leistungslücken entstehen. Außerdem ist der Umzug mit Kindern langfristig vorauszuplanen (mindestens drei Monate vorher), damit diesen die Möglichkeit gegeben wird, sich auf ein neues Zuhause einzustellen und vielleicht schon nach neuen Kontakten Ausschau zu halten.

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