Ummeldung beim Einwohnermeldeamt

Wenn Sie umziehen, sind Sie gesetzlich verpflichtet, sich beim Einwohnermeldeamt umzumelden.

So melden Sie den neuen Wohnsitz an

Meldebehörde in DeutschlandSie brauchen zum ummelden Ihren Personalausweis. Sie können auch eine Vertrauensperson zum Meldeamt schicken. Diese braucht eine Vollmacht von Ihnen und ebenfalls Ihren Personalausweis. Die Ummeldung (d.h., sich am neuen Wohnsitz anzumelden) soll innerhalb einer Woche erfolgen.

Was passiert ansonsten?

Es gibt bei Nichteinhaltung der Meldefrist keine einheitliche bundesweite Regelung. Darum hier einige Stichproben:

In München sieht man das mit der einen Woche Meldefrist nicht so eng. Wenn man etwas länger braucht, auch ok. Nur 'machen Sie das dann bald', legte man mir auf Nachfrage im Bürgerbüro Forstenrieder Allee nahe. Das Verwaltungsbußgeld ist in München derzeit ausgesetzt.

In der Samtgemeinde Lüchow Wendland (Niedersachsen) beträgt die Ummeldefrist eine Woche. Etwas länger kann es dauern. Doch wer sich über längere Zeit nicht ummeldet, kann zu einer Anhörung geladen werden. Das Bußgeld beträgt 100 Euro zzgl. Verwaltungsgebühren. Das kann sich zusammen auf 175 Euro belaufen.

Der Bußgeldkatalog der Stadt Hamburg setzt bei Überschreitung der An- und Abmeldungsfrist um mehr als 3 Monate 20,- Euro Bußgeld an. Bei über 12 Monaten sind es 100 bis 150 Euro. Für den Tatbestand der "Verletzung der Auskunftspflicht durch Meldepflichtigen" sind darüber hinaus 150 Euro Strafgeld angesetzt.

Unterm Strich lässt sich sagen, dass man zeitnah die neue Anschrift beim Einwohnermeldeamt angeben sollte. Dann ist man auf der sicheren Seite.

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