Milchkrise + Futterkrise + Waldbrände = Krisensommer?

Die Milchpreise steigen. Und die nächsten Preisanstiege sind schon in Sicht, werden zum Teil sogar - was für ein Widersinn! - gefordert. Nu ja, einige Politiker leben halt noch in den Traumwelten des Staatszentralismus: man fordert und die Wirtschaft fügt sich. Bevor das wieder Realität wird, wandere ich aus.

Die Milch macht's

Aber zurück zum Thema. Hilft Klagen? nein! Helfen Appelle? Nein. Oder doch? An wen richten sie sich? Wer soll auf die Forderung "Milchproduzenten dürfen die Situation nicht ausnutzen" wie reagieren? -- peinliches Schweigen... Das einzige, was jeder tun kann, ist was jeder Kunde immer tun kann: den Anbieter wechseln. Kauf die Milch direkt beim Bauern, nicht im Supermarkt. Das ist sozusagen Selbstversorgung light.

Es ist so einfach wie wirkungsvoll. Und spart jede Diskussion über Angemessenheit, Zwang, vorübergehende Trends usw.usf.

Zum Thema Selbstversorgung finde ich Frithjof Bergmanns Konzept der hightech Selbstversorgung spannend. Und einen guten Buchtipp für Selbstversorger gibts bei nachhaltigBeobachtet.ch.

Jetzt noch ein Blick zurück... da der Weltmarkt und die Dürre am anderen Ende des Globus die Preise treiben, lohnt sich ein Blick auf einige Prognosen/ Horrorvisionen? über die globale Entwicklung. Die folgenden sind aus dem Jahr 2003, aus "Turbulente Zukunft" von S. Parlow:

"Im Herbst 1998 waren 250 Millionen Menschen weltweit Opfer von Überschwemmungskatastrophen. Seit März 1998 ereigneten sich Brände von noch nie da gewesener Größe: z.B. in Florida, in Griechenland, auf Sardinien, aber auch ein riesiges Gebiet der Taiga in Russland brannte. Der Süden und der Südosten der USA wurden von der historisch größten Dürre heimgesucht. Die USDA (US-Department of Agriculture) erklärte zwei Drittel der landwirtschaftlichen Gebiete zu Notstandsgebieten. Die Erdbebenhäufigkeit hat sich dramatisch erhöht (Indonesien, Ecuador, Afghanistan, Türkei, Griechenland, Balkan, Italien, Nordindien, Kolumbien, Mexiko, Taiwan, Los Angeles usw.) und viele Vulkane (Java, Guatemala, Nicaragua, Mexiko, Westküste-Nordamerikas, Japan, Ätna, Vesuv usw.) haben ihre Tätigkeit wieder aufgenommen oder sind ausgebrochen."

"In Bangladesch wurden im Juli und August 1998 durch den Monsunregen 30 Millionen Menschen ... In China ..." usw.usf.

Interessant finde ich dabei, dass der 'Krisensommer 2007' im Vergleich der letzten Jahre doch gar nicht soo kritisch ist. Oder?