Sexualität gerecht verteilen!

Ein Notruftelefon reicht nicht. Wollen wir in sozialer Gerechtigkeit leben, braucht es endlich Regeln gegen die ungerechte Verteilung der Sexualität.

Die Demographen wissen es: im Jahr 2050 werden 40% der Deutschen über 60 Jahre alt sein. Wah!! 40! Prozent! Erotik und Sexualität werden damit zu knappen Gütern. Ok, es mag auch rüstige Mittsiebziger geben, aber es wird wohl eher die Ausnahme bleiben. Sehen wir der nackten Wahrheit ins Auge: Deutschland wird zur Lustwüste. Nachhaltige Politik muss dieser Entwicklung zu mehr sozialer Ungerechtigkeit schon jetzt entgegen wirken.

Darum fordere ich: sexuelle Betätigung (ein anthropologisch kaum zu überschätzender Faktor) darf nicht länger Sache unsozialer Einzelentscheidungen sein! Mehr Gerechtigkeit! Das freie Spiel der Hormone führt notwendig zu sozialer Ungleichverteilung. Das darf nicht länger hingenommen werden! Der Staat ist gefragt.

Denn jeder weiß, dass jede sogenannte 'menschliche Freiheit' einer verbindlichen Deutung und sozialen Metafreiheit bedarf. Sexuelle Freiheit muss endlich als Freiheit von sexueller Not verstanden und umgesetzt werden. Und falls die Frage aufkommt: jede laissez-faire Einstellung nach dem Motto "Selbst ist der Mann respektive die Frau" ist nur billiges Verharren in einer angepassten bürgerlichen Moral.

Wie wär's mit einer Quotenregelung? Hat sich bisher immer "bewährt" :)

Nachtrag: Ich hatte das als Satire verfaßt, aber eben blieb mir das Lachen im Hals stecken, denn die Vorbereitungen laufen schon. Früher gabs Kleidergeld ich glaube 2mal im Jahr. Kommt demnächst der Befriedigungsgutschein?