Presseschau/ zur Wahl in Hessen

Erinnert ihr euch noch an damals ... als es noch die stabile Bonner Republik gab? Ich hatte es fast vergessen und um so treffender die Wahleinschätzung aus Polen.

Die Tageszeitung "Rzeczpospolits" (Warschau) meint:

"Die Wahlergebnisse in Hessen und in Niedersachsen haben bestätigt, dass es heute hinter der Oder in Mode ist, dem Kapitalismus zu misstrauen und auf die Reichen mit den Fingern zu zeigen. Das Dogma vom unmoralischen Kapitalismus kehrt zurück, die Presse berichtet mit Abscheu über riesige Einkommen führender Manager. Die Bundeskanzlerin Merkel hat sich der gedankenlosen Kritik des Nokia-Konzerns angeschlossen, und die christdemokratischen Wähler liefen um die Wette mit der Linken bei Forderungen nach Boykott der "perfiden Firma" aus Finnland.

Kann Deutschland, wie Frankreich, zu einem Land werden, das die sozialen Privilegien verteidigt, ohne auf die wirtschaftliche Konkurrenz zu achten? Mit Sicherheit kann dazu das Betreten der gesamtdeutschen Bühne durch die Postkommunisten beitragen ...

Die Berliner Republik unterscheidet sich immer mehr von der stabilen Bonner Republik Adenauers und Kohls."

 volle Zustimmung. Heute muss man fragen: Lohnt es noch zu arbeiten?

Als Kommentar zum Kommentar der Unternehmer und Erfinder Kurt Körber:

"Wer mit 20 kein Kommunist ist, der hat kein Herz. Aber wer mit 30 immer noch Kommunist ist, der hat keinen Verstand."