Initiativbewerbung

Die Initiativbewerbung ist eine besondere Form der Bewerbung für einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.

Was ist eine Initiativbewerbung?

  • Die Initiativbewerbung ist eine spontane Bewerbung
  • Jeder Kontakt mit der Absicht einer Arbeitsaufnahme ist eine Initiativbewerbung
  • sie erfolgt ohne vorherige Stellenangebote
  • die Initiativbewerbung können Sie als Kurzbewerbung oder als ausführliche Bewerbung gestalten

Initiativbewerbung und Blindbewerbung

Häufig werden Initiativbewerbung und Blindbewerbung gleichbedeutend verwendet. Will man beide trennen, ist der Unterschied folgender: Die Blindbewerbung ist nicht auf die angeschriebene Firma angepasst, sondern wird als Massenbewerbung mit dem gleichen Text an viele Unternehmen verschickt.

Initiativbewerbung Schritt-für-Schritt

Jeder Kontakt mit der Absicht einer Arbeitsaufnahme ist eine Initiativbewerbung. Der Kontakt kann telefonisch, schriftlich (Brief oder E-Mail) oder über eine Online-Bewerbungsformular erfolgen.

Nutzen für Stellensuchende

  • Initiativbewerbungen können sehr preiswert bis kostenlos (mehrfach genutzte E-Mail Vorlage) abgegeben werden.
  • Sie zeigen dem Arbeitgeber Motivation und Eigeninitiative
  • es gibt oft weniger Konkurrenz als auf Stellenausschreibungen hin
  • Sie müssen die Unternehmensinteressen nicht erkunden
  • da es keine Vorgaben vom Unternehmen gibt, können Sie Ihre Stärken voll ausspielen
  • Die Initiativbewerbung kann so erstellt werden, dass sie praktisch keine Zeit kostet.

Diese Aspekte sind natürlich nur begrenzt ein Nutzen. Doch wenn Sie lediglich Ihrer Pflicht nachkommen wollen und Eigenbemühungen nachweisen - wählen Sie die Initiativ- oder gleich die Blindbewerbung. Wenn Sie ernsthaft einen Job suchen, müssen Sie auch die Nachteile dieser Bewerbungen kennen:

Nachteile für Stellensuchende

  • je mehr Ihre Stellenanfrage nach "Fließband" aussieht und je weniger Sie sich darin präsentieren, desto höher die Chancen der Ablehnung
  • Was mit einem Mausklick erstellt ist, ist auch mit einem Mausklick gelöscht
  • besonders große Firmen werden mit Blind- und Initiativbewerbungen überflutet

Wohlgemerkt: Die Nachteile betreffen nicht die Bewerbung an sich, sondern mehr die jeweilige Ausführung!

So machen Sie das Beste daraus

  1. Zuerst klären Sie, was und wohin Sie wollen! Erzählen Sie es dem/ der Partner(in), Freunden - so merken Sie, ob Ihr Ziel wirklich klar verständlich ist.
  2. Versenden Sie Ihre Bewerbung nicht auf gut Glück.
  3. Sie müssen den Arbeitgeber erst von Ihrer Person überzeugen. Das heißt: Sie müssen sich als DIE Bereicherung für die Firma verkaufen. Darum informieren Sie sich über die  Branche und das Unternehmen.
  4. Vor dem Absenden Ihrer Bewerbungsunterlagen rufen Sie dort an. Ermitteln Sie die Chancen Ihrer Bewerbung. Ermitteln Sie den Namen des Verantwortlichen im Personalbereich. Wenn Telefonieren nicht Ihre Stärke ist, machen Sie das Ganze per E-Mail.
  5. Die gewonnenen Informationen bauen Sie in das Anschreiben ein - das bringt Pluspunkte.

Form und Aufbau

Wie oben dargelegt, haben Sie die Wahl, wie kurz oder ausführlich Ihre Initiativbewerbung gerät. Im Normalfall hat die Initiativbewerbung Form und Aufbau einer herkömmlichen Bewerbung. Um das Thema zu vertiefen: Tipps und eine Vorlage für das Anschreiben im Rahmen einer Initiativbewerbung.

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