Mit Hartz 4 Mangelernährung und in die soziale Isolation?

Bekanntlich ist das Hartz-Geld errechnet aus dem, was der Bundesbürger nötig braucht. Seit zwei Jahren sind es 345.- Euro für einen Alleinstehenden, ab Juli gibt es nun 2.- Euro im Monat dazu.

Ist ja nett, dass es nun mehr Geld gibt, eine satte Erhöhung von 0,58%. Nun hat gerade eine Preissteigerung bei den Grundnahrungsmitteln begonnen. Milch beispielsweise kostet statt 55 cent jetzt 61 cent, das sind fast 11% mehr. Als Alleinstehender bekomme ich am Tag 3,81 Euro für alles was ich esse und nicht Alkoholisches trinke. In Kochbüchern stehen Richtwerte, welche Mengen pro Person an Lebensmitteln benötigt werden. So werden 250 g Fleisch, 80 - 120 g Nudeln und etwa 250 g Gemüse pro Person angegeben. Wenn ich nun die Preise bei mir im Ort als Grundlage nehme, dann sind für Fleisch im Durchschnitt 1,70 Euro, Nudeln sind 0,30 Euro und Gemüse etwa 1,20 Euro Ok, da bin ich bei 3,20 Euro angelangt. Für Frühstück und Abendessen bleiben noch 0,61 Euro, da sind dann auch mein Kaffee und die Milch drin enthalten.

Gut, dass es in den Supermärkten die Ecke mit der Ware gibt, bei der die Mindesthaltbarkeit abgelaufen ist. So fahre ich allwöchentlich in die nächste Kreisstadt zum einkaufen. Ich habe herausgefunden, welcher Tag in der Woche besonders viele Angebote hat. Heute entdeckte ich auf Kea-Nachrichten allerdings einen Artikel, der mich doch etwas beunruhigt: Hartz IV - Mangelernährung und Isolation für Millionen. Der Bericht legt dar, wie es aussieht mit der angeblich durch Hartz-Geld noch möglichen gesunden Ernährung.

Die ist nicht mehr drin, besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche. Es werden die Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und des FKE als Referenz dazu zitiert. Es wird nicht nur die Mangel-Ernährung kritisiert, sondern auch die Isolation von Hartz IV Empfängern. Sie können kaum am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, da die Regelsätze zu gering bemessen sind, um sich mit Freunden und Bekannten mal in einem Lokal zu treffen.

Der Artikel ist für mich doch etwas frustrierend. Jeden Monat hoffe ich, etwas von meinen Ausgaben einsparen zu können. So zeigt er mir deutlich, das es eine Utopie ist, der ich hinterher hetze.

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