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Politik und Arbeitsamt kämpfen gegen Arbeitslosigkeit

Das ist wirklich (k)ein Witz! Und vor allem einfach: man muss nur anders zählen. Wer durch einen privaten Arbeitsvermittler betreut wird, ist nicht mehr arbeitslos. Die Bundesagentur für Arbeit ist der Vorgabe der Politik gefolgt und rechnet ab Mai die Arbeitssuchenden in privater Vermittlung aus der Statistik raus.

So wird man auf einen Schlag 200.000 Arbeitslose los.

In der Pressemeldung der Bundesagentur liest sich das so:

Durch das Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2009 eine ganze Reihe von arbeitsmarktpolitischen Instrumenten mit Auswirkungen auf die Arbeitsmarktstatistik verändert, abgeschafft oder neu gestaltet. Insbesondere wurden die neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung nach § 46 SGB III geschaffen, die die positiven Elemente verschiedener früherer Instrumente zusammenfassen und ähnliche Förderkonzepte in neuen flexiblen Zusammenhängen ermöglichen. Dadurch entfallen insbesondere:

  • die Beauftragung von Dritten mit der Vermittlung (§ 37 SGB III alter Fassung),
  • Aktivierungshilfen (§ 241 Abs. 3a SGB III alter Fassung),
  • Personal-Service-Agenturen (§ 37c SGB III alter Fassung)
  • die Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen (§ 48 SGB III alte Fassung).

Diese Veränderung hat Auswirkungen auf die Arbeitsmarktstatistik, da bisher nur die Teilnehmer an diesen Maßnahmen unterschiedlich in der Arbeitslosenstatistik erfasst wurden. So waren zum Beispiel die bundesweit rund 60.000 Personen in Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen nicht arbeitslos. Als arbeitslos erfasst waren hingegen die rund 200.00 Personen, die durch Dritte betreut wurden.