Der Zahlen-Schleier vor der Arbeitslosigkeit

Jeden Monat veröffentlicht die Agentur für Arbeit die aktuellen Zahlen zur Arbeitslosigkeit. Es hört sich immer recht positiv an, die Berichte suggerieren, „wir haben alles im Griff“. Wie ist das aber nun wirklich? Wenn ich den Bericht lese, in dem die einzelnen Ämter sich platzieren. Dann steht da nicht, es wurden x Menschen vermittelt. Da steht, es wurden weniger Arbeitslose die…, - wenn ich dann Mannheim ganz oben sehe, dann denke ich an die Berichte von Arbeitslosen, die über Schikanen gerade bei diesen Ämtern sprechen. Sind wirklich die „Kunden“ des Arbeitsamtes zufriedener geworden? Wer sind die Kunden, von denen in den Berichten der Bundesagentur für Arbeit die Rede ist?

Wenn jemand in einen 1-Euro-Job geht, dann wird er nicht mehr zur Statistik der Arbeitslosen gezählt. Obwohl er es doch noch ist. Es gibt immer mehr 1-Euro-Jobs, sie verschleiern ganz gut die realen Zahlen. Oder die Schulungsmaßnahmen, die fangen immer zu bestimmten Zeiten an. Werden meist über bestimmte Zeiträume bewilligt. Ist es nicht sonderbar, dass diese Zeiten und die Zahlen in den Statistiken einen ähnlichen Rhythmus haben? Heinz-Peter Tjaden geht in seinem Beitrag noch weiter. Rente mit 58, wie viele Menschen, tauchen deswegen nun nicht mehr in der Statistik der BA auf? Um die Stimmen für sich zu gewinnen, wird viel getrickst. Geschickt hatte der amerikanische Präsident die Nachricht über sehr viel weniger Arbeitslose verbreitet, allerdings nur durch die veränderten Berechnungsgrundlagen der Statistiken. Einerseits wird künstlich die Hoffnung geschürt, es könnte aufwärts gehen. Andererseits gibt es weltweit eine unbekannte Zahl von Arbeitslosen, die es aufgegeben haben, auf ihren Staat zu bauen.

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