Bewerbung = Werbung

85 Prozent aller Stellensuchenden schreiben "Hiermit möchte ich mich bei Ihnen um ... als ...." Stop! Das kann nichts werden. Sie müssen sich davon abheben. Aber wie?

Die gute Bewerbung ist nicht die mit dem genormten rechten Rand. Und es ist nicht die Bewerbung im Vierfarbdruck. Sondern es ist die, die folgende Fragen beantwortet:

  • Was will ich?
  • Was kann ich?
  • Warum (gerade) ich?

Was will ich?

Diese Frage muss in den ersten zwei Sätzen beantwortet werden. Verwenden Sie keine Standardformulierung wie z.B., "Hiermit möchte ich mich bei Ihnen um eine Stelle als Verkäufer bewerben." Besser: "Als ... möchte ich Ihnen meine Mitarbeit anbieten." Oder "Ich möchte Ihnen meine Mitarbeit im telefonischen Kundensupport anbieten." Das ist nicht originell - aber ein guter Mittelweg.

Die Formulierung soll zu Ihrem Erfahrungshintergrund und zur Wichtigkeit der Stelle in der Firma passen. Für eine Führungsposition können Sie sich deutlicher profilieren als für eine Anstellung als Fahrer oder im Lager.

Was kann ich?

Diese Frage beantworten Sie ausführlich mit Ihren Schul-, Studien- und Arbeitszeugnissen. Im Anschreiben können Sie die aus Ihrer Sicht wichtigsten Befähigungen nochmals in Ihren Worten herausstellen.

Zum Beispiel sagt ein einzelnes Arbeits- oder Ausbildungszeugnis nichts darüber, wie selten, begehrt, voraussetzungsvoll es ist. Und es kann sein, dass ein Zertifikat in Verbindung mit Ihrer bisherigen Berufspraxis verständlich wird.

  • Die Zeugnisse sagen, welche Fähigkeiten Sie erworben haben.
  • Im Anschreiben stellen Sie die Fähigkeiten in einen Kontext.

Warum ich? Warum bin ich der/ die Beste für den Job?

Zur Beantwortung gehen Sie auf Ihre Fähigkeiten ein (den Aspekt hatten wir eben). Und Sie benennen Ihre Ambitionen und Zielsetzungen.

Wichtig ist hierbei: das Bewerbungsschreiben und das Bewerbungsgespräch müssen zueinander passen! Es geht um Werbung für sich. Das heißt aber nicht: machen Sie sich zum Superstar. Sondern stellen Sie sich so dar, wie Sie das auch mündlich tun können. Test: Lesen Sie die Bewerbungsunterlagen laut vor. Dabei werden Sie auch merken, ob die Sprache zur mündlichen Ausdrucksweise passt.

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