Bei den Arbeitslosen muß man richtig durchgreifen!

Es geht so langsam auf Weihnachten zu. Ich weiß gar nicht was ich da in diesem Jahr mit anfange. Wochen vorher sind die Auslagen der Geschäfte voll mit "Kauf-mich-Aufforderungen", denen ich dringend entgehen muss. Im Straßenverkehr wird mehr kontrolliert und geblitzt, als sonst im laufenden Jahr. Bei etwas Unachtsamkeit kann da auch mal schnell das sauer zusammen gekratzte Geld hin verschwinden. Aber eigentlich… Ja eigentlich ist es doch die Zeit der Besinnlichkeit, es wird zu mehr Menschlichkeit und einem harmonischen Miteinander aufgefordert. Im Fernsehen rufen in den Werbeblöcken gemeinnützige Menschenschützer auf zum Spenden. Nun, eben der Versuch, dass Menschen füreinander sein könnten, statt im dauernden Kampf um irgendetwas.

So kurz bevor also das Weihnachtsgefühl richtig los geht, kommt dann noch so richtig viel Ärgerliches. Es könnte ja in der sogenannten "besinnlichen Zeit" politisch schlecht ankommen. Aber jetzt noch mal dicke und dann ist bis zum Jahreswechsel Ruhe eingekehrt und…

So finde ich auf der Seite "gegen-hartz-de" einen Artikel von Jürgen Weber, dem Vorstandsvorsitzenden von " HARTZ IV Betroffene e.V. Hier berichtet er von einem Artikel der Märkischen Allgemeinen Zeitung, in dem der Chef der Potsdamer Arbeitsgemeinschaft für Grundsicherung von Arbeitsuchenden (Paga), Frank Thomann mehr Sanktionen fordert. Er berichtet über seine Erfahrungen mit der Paga und Herrn Thomann. Neugierig, worum es in dem zitierten Artikel ging, suchte ich auf der Seite der MAZ nach "paga". Es kamen gleich mehrere Artikel!

Der gesuchte Artikel, mit der Überschrift "Paga beklagt mangelnde Kooperationsbereitschaft Jugendlicher" steht genau über der Überschrift "Jugendliche vermitteln sich über Internetjobbörse selbst". Schon eine interessante Gegenüberstellung. In dem Artikel aber wurde berichtet, dass der Paga-Chef auf Kritik zu den Formalien seiner Institution antwortete, dass das ein Teil der modernen Welt sei. Er kritisierte selber, dass wenn Jugendliche zu einer Maßnahme eingeladen werden, nur 3-6 kämen von 25 Eingeladenen…

Er forderte deswegen mehr und härtere Sanktionen.

Ich finde aber unter Paga in der Maz auch einen Artikel vom Juli dieses Jahres, in dem ein Teilnehmer einer der zitierten Maßnahmen berichtet . Es ist nicht motivierend. Wer schon in solchen Maßnahmen war, der kann es bestimmt bestätigen. Es ist eine Beschäftigungsmaßnahme, die die Statistiken beschönigt.

Naja, es wird bestimmt auch eine Menge Geld für solche "sinnvollen Maßnahmen ausgegeben. Aber das Geld für sowas wie die hohen Heizkosten oder durch die gestiegenen Preise bei Lebensmitteln, an Hartz-Geld Empfänger als Weihnachtsgeld zu verteilen…, ich hör jetzt lieber auf.