Auszahlung und Barauszahlung

Die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts werden monatlich im Voraus gezahlt. Dabei wird jeder volle Monat mit 30 Kalendertagen berechnet. Stehen Leistungen nicht für einen vollen Monat zu, werden für jeden Tag 1/30 der monatlichen Leistung gezahlt.

Die ARGE überweist rechtzeitig, damit man am ersten Arbeitstag des Monats über den Zahlungsbetrag verfügen kann. Ausgenommen davon sind Verspätungen durch Ihre Bank o.ä.

Wann erhalte ich die erste Überweisung?

Das hängt auch davon ab, wann die Antragsunterlagen abgegeben wurden. Der Antrag wird so rasch wie möglich bearbeitet - was auch immer "rasch" bei einer Behörde bedeutet. Geben Sie jedenfalls Ihren Antrag und die zugehörigen Unterlagen so früh wie möglich. Ab Antragseingang haben Sie Anspruch und Geld gibt's, sobald alles bearbeitet ist. Fehlende Unterlagen verzögern alles.

Geldauszahlung aufs Konto - der Normalfall

In der Regel wird Hartz IV auf das Konto überwiesen. Wie Sie auch ohne eigenes Konto über die Runden kommen, erfahren Sie auf der Website Geld überweisen ohne Konto. Alle Banken sind angehalten, Girokonten für jeden Bürger zu führen. Allerdings können Banken es aus "besonderen Gründen im Einzelfall" ablehnen, einem Arbeitslosen oder geringfügig Beschäftigten ein Konto zu eröffnen.

Um Geld überwiesen zu bekommen, müssen Sie selbst Kontoinhaber oder bei einem gemeinsamen Konto mindestens Mitinhaber sein. Überweisungen werden ab zehn Euro gemacht.

Benötige ich ein Konto?

Wenn Sie ein Bankkonto haben, ist die Auszahlung am einfachsten. Die Leistungen werden in der Regel bargeldlos überwiesen.

Wenn Sie keine Möglichkeit haben, Geld überwiesen zu bekommen, gelten die folgenden Ausführungen zur Barauszahlung:

Barauszahlung

Haben Sie kein Konto bei einem inländischen Geldinstitut, wird Ihnen die Geldleistung durch eine "Zahlungsanweisung zur Verrechnung" übermittelt. Diese können Sie sich oder eine von Ihnen beauftragte Person bei jeder Auszahlungsstelle der Deutschen Post oder der Deutschen Postbank bar auszahlen lassen.

Dadurch entstehen jedoch pauschale Kosten von 2,10 Euro, die gleich vom Auszahlungsbetrag abgezogen werden. Ausnahme: Können Sie nachweisen, dass Ihnen die Einrichtung eines Kontos bei einem Geldinstitut nicht möglich ist, werden die pauschalen Kosten nicht abgezogen.

Zusätzlich werden aber von der Auszahlungsstelle bei einer Barauszahlung noch folgende Auszahlungsgebühren einbehalten, worauf die zuständigen Träger keinen Einfluss haben:

  • 3,50 Euro Gebühr bei einem Zahlungsbetrag bis 50 Euro
  • bei 50 bis 250 Euro sind es 4,00 Euro
  • von 250 bis 500 Euro sind es 5,00 Euro
  • zwischen 500 und 1.000 Euro zahlen Sie 6,00 Euro
  • von 1.000 bis 1.500 Euro fallen 7,50 Euro an
Bewerten Sie den Artikel: 
Average: 2.9 (11 votes)