ALG - die Sackgasse

Viele erinnern sich wohl noch an den jungen Mann, der durch Hartz 4 überlebte und nach dem Wegfall der Beihilfe verhungerte. Die Medien griffen es zur Genüge auf. Das ist ungeheuerlich: Da verreckt jemand, sobald ihm kein Almosen mehr gereicht wird. Hört auf zu existieren, sobald die Lebensader versiegt. So, wie ein Sack Reis umfällt oder wie eine Pflanze, die eingeht, wenn sie in einem dunklen Zimmer steht. Da war kein Lebenswille mehr, der an dem schicksalhaften Gang der Dinge irgendetwas änderte. Kann man noch tiefer sinken? Tiefer als in die völlige Abhängigkeit von einer Finanzspritze, die nur Ressourcen gibt fürs nackte Überleben?

Für die Abschaffung des Sozialstaats

Ja, der Staat macht eine völlig falsche Sozialpolitik. Besser wäre nicht, die Stütze zu erhöhen, sondern im Gegenteil: sie komplett zu streichen. Man kann es zwar schon vorher wissen, wohin ein Sozialstaat führt, der Bedürfnissen weil es Bedürfnisse sind, einen Rechtsanspruch einräumt. Aber spätestens wenn man es erlebt, wie sich jemand, der davon lebt - oder besser: vegetiert - wie sich jemand dann folgerichtig völlig aufgibt und keinen Lebenswillen mehr hat, dann wird deutlich, wie unmenschlich so ein System ist.

Nachtrag: eine Politik, der ich trauen würde: die Abschaffung des Sozialstaats.