5 Tipps und Warnungen zum Anschreiben

Das Anschreiben ist der persönlichste Teil der Bewerbungsmappe und darum wichtig. Die Gefahr, entscheidende Fehler zu machen, wird darum oft überdramatisiert. Wir haben einen privaten Jobvermittler gefragt: Was ist beim Anschreiben wichtig? Und was sind die häufigsten Fehler von Langzeitarbeitslosen und wie vermeidet man sie?

5 Tipps für Ihr Anschreiben

  • Ein gutes Foto: Zeigen Sie ein natürliches Lächeln, und "stylen" Sie sich im Bewerbungs-Look. Das Foto kommt gleich auf das Anschreiben - manchmal ist das die halbe Miete.
  • Fassen Sie sich kurz und verständlich.
  • Bringen Sie wichtige Eigenschaften und Etappen der Berufslaufbahn stichpunktartig seperat im Anschreiben unter.
  • Mischen Sie das ganze mit ein wenig Kreativität.
  • Lassen Sie Ihre Zeugnisse für Sie sprechen.

Die 5 Hauptsünden im Anschreiben

Das Anschreiben wird abstrakt und allgemein geschrieben. So soll es nicht sein: "Ich habe bereits viele wichtige Erfahrungen im Baugewerbe gesammelt".  Schildern Sie lieber konkrete Fakten, Namen und Orte. Zum Beispiel: "Ich war 7 Jahre Vorarbeiter bei der Baufirma Müller & Sohn in Dortmund."

Die eigenen Fähigkeiten werden nicht in Bezug auf die ausgeschriebene Stelle geschildert. - Wenn eine Altenpflege gesucht wird, Sie aber aus der Kinderbetreuung kommen, dann überlassen Sie nicht dem Arbeitgeber die Frage, wie das zusammenpasst. Sondern so eine Verbindung - wenn sie besteht - sollten Sie selbst ziehen.

Sünde Nr. 3: Selbstbewertungen und zu positive Ich-Aussagen. Wie zum Beispiel: "... sind Sie auf Mitarbeiter angewiesen, die wie ich ...". Tipp: Überlassen Sie die Bewertung den Arbeitszeugnissen.

Das Interesse des Arbeitgebers wird nicht beachtet. Ähnlich wie die 2. Sünde. Vermeiden Sie eine Darstellung, in der Sie als Opfer der Umstände erscheinen! Niemand stellt Sie ein, weil Sie Hilfe brauchen.

Unsicherheiten in Rechtschreibung, Zeichensetzung und Satzbau wirken immer negativ. So wie "Ah, hier hat jemand trotz Schwächen es nicht einmal für nötig gehalten, sich Hilfe zu holen."

Schuster bleib bei deinen Leisten...

Kennen Sie auch viel umfangreichere Tipps und "Goldene Regeln" als die von eben? Wann haben Sie sich das letzte mal gefragt: Soll ich erst studieren, um meine Bewerbung schreiben zu können?? - Antwort: Nein.

(Zu) viele Bewerbungsratgeber sind ausgerichtet auf gutbezahlte Stellen bei großen Unternehmen. Dort, das ist richtig, ist eine Bewerbung eine Wissenschaft für sich. Für die meisten Stellen geht es einfacher - man sollte immer gut informiert sein und seine Bewerbung fehlerfrei, ordentlich, prägnant formulieren. Man muss kein Textakrobat sein.

Bleiben Sie beim Anschreiben bei Ihren Leisten.

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