Das Vorstellungsgespräch

Glückwunsch! Ihre Bewerbungsunterlagen haben einen so guten Eindruck hinterlassen, dass Sie zum Gespräch eingeladen wurden. Jetzt kommt die heiße Phase, das Interview. Die besten Tipps der Personalchefs zeigen Ihnen, wie Sie sich optimal "verkaufen".

Pünktlich und gut gekleidet

Der erste Eindruck zählt. Wählen Sie ein Outfit, dass zu Ihrem zukünftigen Arbeitgeber passt. Frauen liegen mit einem Hosenanzug immer richtig. Für Männer sind Sakko oder Anzug die sichere Wahl. Krawatte ist kein Muss, aber meist eine gute Wahl. (mehr Tipps zur Kleidung)

Ganz wichtig: Seien Sie pünktlich! Kommen Sie nie zu spät. Planen Sie genug Zeit für die Parkplatzsuche oder einen Stau ein. Organisieren Sie sich eine kleine Verschnaufpause, bevor Sie dem Personalchef die Hand schütteln. Dann sind Sie ganz bei der Sache.

Blickkontakt halten und nachfragen

Warten Sie nach der Begrüßung, bis Ihnen ein Platz angeboten wird. Wenn Sie nervös sind, sagen Sie es ruhig. Ihr Gegenüber merkt es sowieso und meist wird man lockerer, sobald es ausgesprochen ist. Schauen Sie Ihr Gegenüber an, wenn Sie sprechen und auch, wenn Sie zuhören. Seien Sie so selbstbewusst und natürlich, wie Sie können.

Hören Sie den Fragen aufmerksam zu und antworten Sie sachlich ohne abzuschweifen.

Wenn Sie etwas nicht verstehen: Fragen Sie nach! Sie können auch den letzten Satz oder ein Stichwort wiederholen und dann Ihre Frage stellen. Beispiel: "Sie sprachen gerade von den Schichten am Wochenende. Können Sie diesen Modus bitte noch einmal erklären?" - Das ist besser, als eine unpassende Antwort zu geben. Personalchefs haben Verständnis dafür.

Üben Sie die Antworten vorher ein

Bereiten Sie sich zu Hause schon mal auf diese Standardfragen vor. Das wird am häufigsten gefragt:

  • Was sind Ihre Schwächen? - Sagen Sie nichts Persönliches, wie etwa Probleme im Privatleben, Geldsorgen oder Zoff in der Hausgemeinschaft.
  • Warum glauben Sie, dass Sie die richtige Person für diesen Job sind? - Betonen Sie Ihre fachlichen Qualifikationen. Z.B. "Ich kenne mich mit Tabellenkalkulationeen und sonstiger Bürosoftware bestens aus". "Ich kenne mich mit der Fertigungstechnik von Druckfolien sehr gut aus".
  • Warum haben Sie Ihre letzte Arbeitsstelle verlassen? - Ziehen Sie nicht über den vorigen Chef her - das gibt sonst Minuspunkte. Über sachliche Gründe können Sie sprechen. Es ist immer besser, Sie blicken dabei in die Zukunft als mit einer "Opferhaltung" zurück. "Ich suche eine neue Herausforderung" zeigt Ihren Willen auf Neues. "Mein damaliger Chef musste sparen, also hat er mich gekündigt" ist die Sichtweise eines Verlierers.

Gute Fragen, schlechte Fragen

Auf jeden Fall fragen

  • Konkrete Fragen über das Team stellen, in dem Sie arbeiten wollen. Z.B.: Wie groß ist es?
  • Für welche Kunden genau werde ich arbeiten?
  • Nach dem Arbeitsablauf fragen: Um wie viel Uhr geht es morgens los?
  • Gibt es Fortbildungskurse?

Lieber nicht fragen

  • Wann kann ich den ersten Urlaub einreichen? Oder: Kann man bei Ihnen auch drei Wochen am Stück Urlaub nehmen?
  • Wie lange sind die Arbeitszeiten?
  • Kann ich jede Überstunde auch abrechnen?
  • Am Wochenende muss ich aber nicht arbeiten, oder?

Wird es stressig, nehmen Sie sich Zeit

Es kann sein, dass Ihnen eine Frage gestellt wird, zu der Ihnen die Antwort nicht sofort einfällt. Nehmen Sie sich Zeit. Bevor Sie etwas Falsches sagen, dürfen Sie eine Wissenslücke ruhig zugeben. Aber sagen Sie dann "Das ist hochinteressant. Da werde ich mich gleich mal schlau machen". So zeigen Sie Ihre Lernbereitschaft.

Was gut ankommt: Bedanken Sie sich beim Abschied für die Einladung. Höflichkeit zieht immer.

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