Die Betreuung der über 5 Millionen ALG-II Empfänger ist bundesweit gefährdet, so schätzt es die Bundesagentur für Arbeit ein. Die ARGEn haben zunehmend Personalprobleme: wegen der unklaren Zukunft der Arbeitsgemeinschaften wechseln die Mitarbeiter vermehrt die Stelle.
Hintergrund ist die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Dezember 2007, dass die Aufgabenverteilung zwischen Kommunen und Arbeitsagenturen unzulässig sei und bis 2010 beendet werden muss (siehe Hartz-IV Politik 2008). Seither streiten Bund, Länder und Kommunen, was sie stattdessen tun wollen bzw. können.
In den ARGEn arbeiten rund 57.000 Beschäftigte, davon sind 30.000 aus den Arbeitsagenturen, 27.000 kommen von den Kommunen. Vor allem die kommunalen Mitarbeiter wandern ab und das besonders in den größeren Städten. In Dortmund sind laut FAZ vom 17.5. 10 Prozent der Stellen unbesetzt, in anderen Städten scheint es sich um ähnliche Größenordungen zu handeln.
Aber es könnten noch viel mehr werden, wenn künftig die Bundesagentur das Sagen hat. Dann wollen viele kommunal Beschäftigten zurück in die Kommune.