Hallo und guten Abend!
Ich hoffe, ich bin nach der Vorstellungsrunde mit meinen Fragen zum Thema Praktikum jetzt richtig gelandet.
Habe zwar schon einiges zum Thema gefunden, aber leider nichts was mir bei meinem Problem genau weiterhelfen würde.
Im Kurzfassen bin ich leider nicht so gut, aber ich versuche mein Bestes.
Nach langer bisher erfolgloser Suche nach einer dauerhaften Beschäftigung, habe ich vor kurzem einen wirklichen Lichtblick gesehen. Da ich mit einem Gdb von 80 schwerbehindert bin, ist das trotz in Aussicht gestellter Eingliederungszuschüsse nicht ganz so einfach.
Deshalb brachte mich meine Sachbearbeitrin von der Reha-Abteilung auch auf die Liste eines Integrationsfachdienstes.
Dort bekam ich auch wirklich ein für mich sehr interessantes Stellenangebot. Ich bin wirklich nicht wählerisch und nach langem ALGII Bezug, versucht man alles zu ergattern - auch eine Beschäftigung als Bürokraft in einer Versicherungsagentur, bei einer 25 Stunden Woche. Drei Bewerber gesamt - Vorstellungsgespräch klang nach wirklich guter Chance und ich wurde tatsächlich zurückgerufen.
Jetzt mein Problem. Es wird ein 4 wöchiges unbezahltes Prakzikum zur Einarbeitung von mir verlangt, was sich bei einer in Aussicht gestellten Festanstellung, wenn sich das als erfolgreich herausstellen sollte, sogar für sehr sinnvoll halte und auch machen würde.
Der Arbeitgeber besteht auf diesen 4 Wochen Einarbeitung, da es eine sehr umfangreiche Tätigkeit sei und diese Zeit nötig sei, aber meine Sachbearbeiterin meinte, sie halte ein unbezahltes Praktikum nicht für sinnvoll. Ich könne längstens für zwei Wochen weiter Leistungen von der ARGE erhalten. Dieser Zeit sei ausreichend, um festzustellen, ob ich geeignet bin. Außerdem würde ich für die Zeit eines Praktikums nicht unfallversichert sein und könne auch keine Fahrkosten beantragen, da ich doch auf Bahn angewiesen bin, was über längere Zeit auch nicht unbedingt billig für mich ist, vor allem nicht bei 4 Wochen. Das würde ich aber versuchen irgendwie zu zusammen zu bekommen, wenn mir wenigstens 4 Wochen bewilligt werden würden.
Mit den 14 Tagen ist auch der Arbeitgeber nicht einverstanden und ich erinnerte mich daran, dass es ja vielleicht die Möglichkeit einer dreimonatigen Probebeschäftigung gäbe.
Er meinte ich solle mich genau danach erkundigen, er habe gar keine Zeit dazu, sich um alles was mit der ARGE zu tun hat zu kümmern und auch gar keine Lust hat, deswegen auch noch ständig mit der Sachbearbeiterin zu telefonieren.Das solle ich alles allein klären und ihm nur noch alle dazu erforderlichen Anträge vorbeibringen, die er dann mit mir ausfüllen wollte.
Ok, dachte ich, willst ja arbeiten, also hab ich mich hintergeklemmt. Die Sachbearbeitrin rief mich auf meine Anfrage per E-Mail auch zurück. Nach einer solchen Probebeschäftigung können dann aber bei einer anschließenden Festanstellung angeblich nach neuem Beschluss, dem AG die Eingliederungszuschüsse nicht mehr gewährt werden. Sie sehe aber noch eine möglichkeit für eine 14 tägige Trainigsmaßnahme vorweg, das würde gehen.
Also rief ich den AG wieder an und er reagierte jetzt ziemlich grantig. 14 Tage seien ihm nicht genug und wenn das mit den EGZ nicht klappen würde, stehe eine Probebeschäftigung nicht zur Debatte, eine 14 tägige Trainingsmaßnahme auch nicht. Er würde dann also doch auf einem vierwöchiges Praktikum bestehen. Wenn man wirklich arbeiten wolle, hänge man auch weitere 14 Tage Praktikum dran. Er ist der festen Überzeugung, man MÜSSE mir 4 Wochen bewilligen, weil die Dame vom Integrationsfachdienst ihm das so gesagt habe. Das was meine Sachbearbeitrin mir sagte, hält er jetzt für eine Ausrede von mir, weigert sich auch mit ihr in Kontakt zu treten und selbst nachzufragen und unterstellte mir unterschwellig mit seiner Aussage, ich WOLLE gar nicht arbeiten.
Zudem wollte erplötzlich auch von mir wissen, was sei, was sei, wenn er nach 8 Wochen plötzlich feststelle, dass es nict passt oder ich krank werden würde. Er brauche jemanden, der nicht ständig ausfällt und auf den er sich jederzeit verlassen könne. Das will er alles vorher wissen und will sich deshalb noch mal mit diesem Integrationsfachdienst in Verbindung setzen. Ja, wie nun? Wer ist denn nun zuständig? Die ARGE oder der IFD?
Wenn ich aber nur für 14 Tage Leistung bewilligt bekomme, was dann? Dann müssen meine Tochter und ich für diesen Monat mit noch viel weniger auskommen. Unterhalt bekomme ich nicht für sie, da ihr von mir getrennt lebender Vater keinen zahlen kann.
Jetzt sitze ich in der Zwickmühle, lässt sich die Sachbarbeiterin von der Arge nicht darauf ein, mir für 4 Wochen Praktikum Leistungen weiter zu bewilligen.
Lehne ich das Praktikum dann aber ab, wird der AG abspringen und ich bekomme dann am Ende deshalb vielleicht noch eine Sanktion.
Kann mir vielleicht zu meinem Problem jemand etwas sagen, was mir weiterhelfen kann? Oder einen Rat, was ich vielleicht noch versuchen könnte?
Danke schon mal im Voraus für eventuelle Rückmeldungen, auch wenn der Text wirklich ziemlich lang geworden ist.