Aus dem aktuellen Bericht der Bundesagentur für Arbeit über den Arbeitsmarkt, (Hervorhebungen von mir)
Die hochgerechnete Zahl der Arbeitslosengeld II-Empfänger nach dem SGB II hat von Juni auf Juli um 19.000 oder 0,4 Prozent auf 5.040.000 Empfänger abgenommen. Der Rückgang war schwächer als im Juli 2007 (-31.000 oder -0,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Leistungsempfänger um 241.000 oder 5 Prozent gesunken, nach -253.000 im Juni und -235.000 im Mai.
Von den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen erhielten im März 55 Prozent Leistungen aus der Grundsicherung, ohne arbeitslos zu sein. Dabei lassen sich drei Gruppen unterscheiden:
- Zunächst erwerbstätige Leistungsbezieher, deren Einkommen nicht ausreicht, ihren Lebensunterhalt zu sichern. So erzielten im März 11 Prozent der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen Erwerbseinkommen von mehr als 400 Euro und waren nicht arbeitslos registriert.
- Dann Teilnehmer an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die weiter Leistungen aus der Grundsicherung beziehen. (...)
- Und zuletzt erwerbsfähige Hilfebedürftige, die dem Arbeitsmarkt aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Verfügung stehen, etwa weil sie die Schule besuchen, kleine Kinder bzw. pflegebedürftige Angehörige betreuen, krank sind oder die vorruhestandsähnliche Regelung des § 428 SGB III i.V.m. dem § 65 SGB II in Anspruch nehmen.
Es sind also mehr Menschen auf Hartz 4 angewiesen, obwohl sie arbeiten.