1 Person 50 qm ODER EIN WOHNRAUM?

Hallo Zusammen,

ich habe folgendes Problem und trotz stundenlanger Internet-suche noch keine Lösung.

Ich bin Hartz4 Empfängerin und wohne in einer Wohnung die 60 qm groß ist, aber nur EINEN Wohnraum hat.  Der eine Raum ist recht groß, aber auch der Balkon, der ja zur Hälfte eingerechnet wird.

1 Jahr zahlte das Amt die Kosten für die Wohnung, nun sagen sie aber das sie zu groß ist und rechnen den Quatratmeterpreis auf 50 qm (die mir ja höchstens zustehen würden). Damit liege ich über dem Mietspiegel für Mainz. Umgerechnet auf meine tatsächlichen 60qm liege ich deutlich darunter.

In den Leitlinien die mir das Amt mit angefügt hat steht für angemessenen Wohnraum für eine Person:

1 Person bis 50 qm (oder ein Wohnraum)

Was bedeutet das mit dem einen  Wohnraum? Wenn das bedeuten würde das bei einem Wohnraum die qm-Zahl nicht zählt, dann wäre ich aus dem Schlamassel.

Ich verstehe das so: 1 Perosn BIS 50 qm. Wenn ein  Wohnraum, dann auch mehr qm.

Ich wäre wirklich dankbar wenn mir das jemand erklären könnte. Oder hatte hier jemand das gleiche Problem?

DAnke schonmal, Gruß Morla

Also grundsätzlich ist das mit den Quadratmetern maßgebend. Das mit dem einen Wohnraum bezieht sich auf Wohngemeinschaften, wo ja die Wohnung im allgemeinen größer ist.

 

Es soll ja auch Loftwohnungen geben, die ca. 100 qm groß sind und eben auch nur einen Wohnraum haben. Ist das für einen Leistungsbezieher angemessen?

 

Auch ist die Größe der Wohnung nur ein Faktor bei der Angemessenheit. Den zweiten Faktor bildet der Preis und der wiegt im allgemeinen schwerer als die Größe. 

Deine Wohnung ist aufgrund der Größe im Preis unangemessen. Wäre der Preis trotz der Größe entsprechend dem Wohnraum für eine Person angemessen, dann gäbe es vorerst auch keine Probleme.

hallo sunny,

 

vielen Dank für Deine Antwort, jetzt hab ich das auch kapiert mit dem "ein Wohnraum". Macht Sinn, klar.

Nun hab ich aber noch eine Frage. Im Ganzen macht das monatlich einen Betrag von 31,00 Euro Unterschied jetzt.  Ist da ein Umzug angemessen? Die Umzugskosten würde doch, im Rahmen gehalten natürlich, das Amt übernehmen. Ist es da wirklich sinnvoll?

Ich könnte die 31 Euro ja selbst drauflegen, das ist klar. Aber wenn das nicht geht, kann die Arge mich dann zum Umziehen zwingen?

Sie wollen von mir Nachweise das ich mich  bemüht habe die Wohnkosten zu senken. Untervermieten kann ich ja schlecht mit  meinem einen Wohnraum. Also mich nach einer günstigeren Wohnung umsehen. Wie dokumentiere ich das? Wohnungsanzeigen inder Zeitung ausschneiden oder die Seiten von Immo24 ausdrucken oder sowas?

Manchmal glaub ich, das ich einfach zu blöd für Hartz4 bin :(

Gruß und danke nochmal für die erste Hilfe, Morla

Die übernehmen die Kosten in voller Höhe für ein halbes Jahr und weisen Dich darauf hin, dass die Kosten unangemessen sind und Du diese eben senken musst, im Notfall auch durch einen Umzug. Danach werden nur noch die angemessenen Kosten übernommen.

 

Auf Dauer betrachtet sind die 31 € mehr pro Monat (jährlich 372 €) teurer, als ein Umzug, da ja im Regelfall nur die Kosten für einen Umzugswagen finanziert werden und nicht für ein ganzes Umzugsunternehmen.

Zwingen kann Dich niemand, es werden eben nur noch die angemessenen Kosten übernommen. Den Rest musst Du dann eben drauf legen.

 

Du musst Wohnungsangebote vorlegen. Ob da die Ausdrucke von diversen Internetseiten ausreichend sind, entscheidet der/die Mitarbeiter/in im Amt.

wenn Du diese 31 Euro tragen kannst, bleib einfach dort wohnen. Ein Umzug bedeutet Stress, im Sinne des Wortes. Kenne ich aus eigener Erfahrung.

Zunächst musst Du mal einen Vermieter finden dem gesicherte Einnahmen durchs Amt lieber sind als ungesicherte  Einnahmen von Arbeitgebern. Bei Zusage Bewilligung der Arge einholen. Die Schwierigkeit besteht darin einen Vermieter zu finden der sich 2 Wochen Zeit lässt alles abzuwägen.

Bei Zusage der Arge und Einverständnis des Vermieters ist alles klar. Die Argen haben normalweise Firmen mit denen sie zusammenrbeiten. Das umfasst dann Umzugswagen und Personal. Aber alles muss gepackt oder transportfähig sein zu einem bestimmten Termin.

Die Umzugskosten werden natürlich berechnet. Kautionskosten werden auch übernommen. Alles zusammengerechnet wird ein zinsloses Darlehen gewährt welches man erst bei Arbeitsaufnahme zurückzahlen muss.

Wie gesagt, mit 31 Euro die Du selbst tragen kannst bleibt die Wohnung bezahlbar von Deiner Sicht gesehen.

@ H4

Bitte vorsicht mit solchen Pauschalierungen.

Es mag bei Deiner ARGE so sein, dass diese mit Umzugsunternehmen zusammenarbeitet und dann sowohl Fahrzeug als auch Personal finanziert! (Hört sich fast nach Vetternwirtschaft an)

Im Regelfall ist es so, dass man 3 Kostenvoranschläge vorzulegen hat und das günstigste wird dann bewilligt. Dabei gilt Hilfe zur Selbsthilfe, d. h. ohne Personal, das die Kisten schleppt. Dafür hat man normalerweise Freunde, Bekannte, Familie, etc...

 

Auch stimmt es nicht, dass die Umzugskosten als Darlehen übernommen werden. Da die Wohnung zu teuer ist, veranlasst die ARGE den Umzug. Dann muss diese auch für die Kosten aufkommen. Und das in Form eines Zuschusses!

Hallo Zusammen,

danke für die vielen Infos!

Ich denke auch das ein Umzug totaler Stress ist.  Ich wohne erst seit knapp 2 Jahre hier und fühl mich eigentlich wohl und hab mich jetzt so richtig eingemuggelt.

Auf ein Jahr gerechnet sind diese 31,00 Euro schon viel, das stimmt. Aber wenn ich lese das sie das Umzugsunternehmen, wenn auch nur den Wagen zahlen, dann die Mietkaution übernehmen, evt. ein Darlehn. Ist es das wirklcih wert? Mh, o.k auch die vom Amt haben da Ihre Vorschriften.

Ich werde versuchen die 31 Euro selbst aufzubringen. Erscheint mir die beste Möglichkeit.

Nur weiss ich leider immer noch nicht genau welche Nachweise die Arge möchte um zu beweisen, das ich mich um die Senkung der Mietkosten gekümmert habe. Wenn ich das nachweise, bedeutet das dann, das sie die 31,00 Euro dann übernehmen (wenn ich nicht erfolgreich war natürlich nur) oder muss ich das auch nachweisen, wenn ich bereit bin diese Differenz selbst zu zahlen. Weiss da  jemand näheres?

Danke schonmal!!!!

Gruß, Morla

Den Nachweis musst Du nur erbringen, damit die höheren Mietkosten für einen weiteren Zeitraum erbracht werden, wenn es Dir nicht möglich war eine preisgünstigere Wohnung anzumieten. Wie eine Nachweisführung aussehen kann, weiß ich leider nicht, aber ich denke, dass hier lediglich der Nachweis, dass es keine günstigere Wohnung gab, anerkannt wird.

 

Wenn Du bereit bist, die Differenz selber zu zahlen, dann musst Du den Nachweis natürlich nicht erbringen!

 

Die 31 € könntest Du Dir z. B. durch Zeitung austragen zusammensparen. Du musst aber bedenken, dass bei der nächsten Betriebskostenabrechnung ggf. wieder eine Erhöhung der Mietkosten auf Dich zukommt. Auch musst Du die anfallende Nachzahlung selber begleichen.