Die Arbeitslosigkeit und Problemgruppen
Zu den sogenannten Problemgruppen zählen Menschen, die stärker von der Arbeitslosigkeit betroffen sind als andere. Dazu zählen insbesondere Jüngere, Ältere, Frauen, Migranten und auch Schwerbehinderte.
Ältere Arbeitnehmer haben durch ihre längere Zugehörigkeit zum Betrieb einen Kündigungsschutz. Das Risiko, arbeitslos zu werden, ist für sie geringer. Allerdings bekommen sie auch sehr viel schwerer einen neuen Arbeitsplatz.
Für ihre Absicherung wurde der §438 SGB III geschaffen. Er regelt, dass ältere Arbeitslose auch Arbeitslosengeld beziehen können, wenn sie dem Arbeitsmarkt nicht mehr voll zur Verfügung stehen.
Frauen als Risikogruppe
Frauen sind in Deutschland stärker von der Arbeitslosigkeit betroffen als Männer. Es ist in den Statistiken meist nur ein gering aussehender Bereich von ca. 0,5%. Aber bei etwa 4 Millionen Arbeitslosen sind etwa 20.000 Frauen mehr arbeitslos als Männer.
Einst Gastarbeiter, heute Problemgruppe: Ausländische Arbeitslose
In den Jahren zwischen 1960 und 1970 war in Deutschland ein Mangel an Arbeitskräften. Es wurden Menschen aus dem Ausland als Gastarbeiter angeworben, um diesem Mangel entgegenzutreten. Heute sind Ausländer, oder in Amtsdeutsch „Menschen mit Migrationshintergrund“ eine sogenannte Problemgruppe auf dem Arbeitsmarkt. Für AusländerInnen ist das Risiko des Jobverlusts größer als für Deutsche.
Zum Teil beruht die hohe Arbeitslosigkeit von Ausländern darauf, dass sie schlecht Deutsch können und eine geringere Qualifikation besitzen. Das verringert ihre Chancen bei der Suche nach einem Arbeitsplatz.
Arbeitslos als Behinderter
Menschen, die eine gesundheitliche Einschränkung haben, machen bereits etwa ein Drittel aller Arbeitslosen aus. Für sie ist es besonders schwer, einen Arbeitsplatz zu bekommen. Trotz SGB IX mit seiner Regelung des Rehabilitations- und Schwerbehindertenrechts. SGB IX soll die Integration behinderter Menschen vereinfachen. Doch von einer Gleichstellung sind wir noch weit entfernt.
Obwohl es umfangreiche technische und finanzielle Eingliederungshilfen gibt, erfüllen immer mehr Betriebe ihre gesetzliche Beschäftigungspflicht nicht.
Jugendliche Arbeitslose
Auch für Jugendliche ist es schwer, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Eine gute Ausbildung verbessert die Chance auf einen Arbeitsplatz deutlich. Auch hier haben es Jugendliche, die mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen sind, deutlich einfacher. Mehr zu diesem Thema unter Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen
Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist besonders für Menschen aus den Problemgruppen schwer zu beenden. Ohne Qualifikation haben viele Arbeitslose kaum noch eine Chance auf einen Arbeitsplatz
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