Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen
Die Schule ist vorbei und nun? Es gibt nicht genügend Ausbildungsplätze für Jugendliche. Aber auch diejenigen, die ihre Ausbildung erfolgreich absolviert haben, finden nicht immer gleich eine Anstellung. Der Arbeitsmarkt siebt sehr fein.
"Mit 17 hat man noch Träume...", trällerte es einst aus den Radios, heute können sich Jugendliche keine Träume über ihr Berufsleben erlauben. Sie müssen genau planen, wie es nach der Schule weitergehen soll.
Ausbildungsplatz oder Abitur? Wohin soll der Weg gehen?
Die Agentur für Arbeit hat im Mai 2007 am "Tag des Ausbildungsplatzes" bei Firmen weitere 16.900 Ausbildungsplätze eingeworben. Aber es reicht noch immer nicht für alle Schulabgänger. Im Herbst 2006 haben sich 647.900 Jugendliche gemeldet, die noch einen Ausbildungsplatz suchen. Sie hoffen, einen der 401.400 Ausbildungsplätze zu bekommen, die zur Verfügung stehen.
Für diejenigen, die keinen Ausbildungsplatz ergattern können, ist oft auch der Besuch einer weiterführenden Schule nur schwer möglich. Sei es, weil kein geeigneter Abschluss geschafft wurde, oder weil es einfach zu teuer ist.
Kreislauf Arbeitslosigkeit?
Eine alleinerziehende Mutter bekommt, sobald die Kinder 16 Jahre alt sind, 60.- Euro weniger im Monat. Will der Jugendliche aber weiter zur Schule gehen, kommen oft höhere Ausgaben auf die Familie zu. Das kann dann in einem Monat weit über 100.- Euro ausmachen.
Im ländlichen Raum ist der Weg in die Schule mit dem Schulbus bereits ein Kostenfaktor, der das Haushaltsgeld empfindlich schmälert. Anfallende Unterrichtsmaterialien wie beispielsweise Taschenrechner, die von den Lehrern gefordert werden, werden zu einer großen Hürde.
Der 16jährige darf sich neben der Schule zwar 100.- Euro dazu verdienen, aber wo gibt es den passenden Job?
Hat ein Jugendlicher einen Ausbildungsplatz ergattert, seine Ausbildung erfolgreich absolviert, bekommt er im Anschluss auch Arbeit? Nicht alle Firmen, die ausbilden, übernehmen den Berufseinsteiger hinterher. Als jugendlicher Berufseinsteiger einen Arbeitsplatz zu bekommen, ist oft auch nicht einfach. Auch wenn die Arbeitsämter derzeit mit verschiedenen Programmen die Jugendarbeitslosigkeit zu verringern suchen, in welche Zukunft kann ein Jugendlicher blicken?
Die Eltern sind gefragt: Wenn der Jugendliche von seinen Eltern keine Unterstützung bekommt, kann er den Kreislauf aus der Arbeitslosigkeit kaum schaffen.
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