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Das Wirtschaftswunder der 50er Jahre

Ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland nur ein aktuelles Problem, das von der Presse als beliebtes Thema immer wieder aufgewärmt wird? Wie war das damals .... in den 50er und 60er Jahren?

Als Kind habe ich oft Berichte über die Arbeitslosigkeit vor dem Krieg gehört. So ist Arbeitslosigkeit in Deutschland also kein neues Thema. Doch dann gibt es auch Berichte über die Zeit des Wirtschaftswunders, gut bezahlte Arbeit war wohl kein Problem. Als ich aus der Schule kam und mir eine Lehrstelle suchte, sprach man von den geburtenstarken Jahrgängen und der schwachen Konjunktur.

Ein Rückblick: Arbeitslosigkeit in Deutschland

Seit dem zweiten Weltkrieg gab es drei Phasen in der Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Bundesrepublik. Nach dem Krieg begann der große Wiederaufbau und mit ihm die Jahre des Wirtschaftswunders. Diese Zeitspanne kann von der Gründung der BRD bis etwa zum Ende der 50er Jahre gerechnet werden. 1950 betrug die Arbeitslosigkeit in Deutschland noch 10,4 Prozent.

Nach dem verlorenen Krieg gab es etwa 8 Millionen Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten, was 16 Prozent der Gesamtbevölkerung entsprach. Bis 1961 kamen dazu noch etwa 3 Millionen Übersiedler aus der DDR in die junge Bundesrepublik.

Nach dem Krieg war das Wirtschaftswachstum fast zum Erliegen gekommen. Auf dem Land entstand eine hohe Arbeitslosigkeit, da viele Menschen dorthin zogen, weil sie in den Städten keine Bleibe fanden. Arbeitsplätze gab es eigentlich nur in den Industriegebieten. Aber die Arbeitslosigkeit konnte bis 1960 auf 1,3 % abgebaut werden.

Mehr als 3 Millionen Menschen konnten wieder eine Arbeit finden, die Wirtschaft hatte enormen Bedarf an Arbeitskräften. Damals wurden Gastarbeiter in anderen Ländern gesucht. Es wurden Anwerbebüros besonders in Italien, Spanien, Jugoslawien und Griechenland eingerichtet.

So konnte 1964 der Ein-Millionste Gastarbeiter in Deutschland begrüßt werden: Ein Portugiese konnte dafür ein Moped als Gastgeschenk in Empfang nehmen. Die schöne Zeit des Aufschwung hielt aber nicht an. Lesen Sie weiter: die Ölkrise ist der Anfang vom Ende des Wirtschaftswunders.


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