Kochen in der Kochkiste

Auch früher machte eine "gute Hausfrau" aus, wie weit sie mit ihrem Haushaltsgeld kommt. Energie sparen ist nicht erst seit Hartz4 ein Thema. Manche alten Kniffe und Hilfsmittel können auch heute sinnvoll sein. Zum Beispiel die Kochkiste, die heute mit Sonnenwärme als Energiespender betrieben wird. In den 50er Jahren wurde dazu auch oft entweder ein Wäschekorb mit einem alten Federbett oder einfach das Bett genutzt.

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Die Kochkiste

Abbildung einer alten KochkisteIm Jahre 1909 wurde in der Broschüre "Ich kann kochen" die Kochkiste folgendermaßen beschrieben: "die Kochkiste ist eine nicht zu große, starke, gut schließende Holzkiste mit Deckel, in deren Innenraum zwei Töpfe mit Isolierung hinein passen."

In der Küche wurde noch mit Holz- oder Kohlefeuer gekocht. Brennmaterial war teuer, die Kohlefeuer stanken ziemlich. Mit der Kochkiste konnte Heizmaterial gespart werden, was besonders für die ärmeren Familien wichtig war. So wie heute auch. Sie war zu dieser Zeit ein wichtiges Haushaltsgerät, das es in verschiedenen Ausführungen fertig zu kaufen gab. Mit dem Aufkommen von neuen Herden wurde die Kochkiste nach und nach aus dem Haushalt verdrängt. Sie wurde aber im 2. Weltkrieg wieder populär. Viele unserer Großeltern werden sie noch kennen.

Das Prinzip der Kochkiste beruht darauf, dass ein Gegenstand seine Temperatur lange behält, wenn er von Materialien umgeben ist, die die Wärme schlecht leiten. Sie konnte im Sommer auch dazu genutzt werden, Speisen zu kühlen. Heute wird das Prinzip in den Kühlboxen weiter genutzt.

Um 1900 gab es die Kochkiste in Haushaltsgeschäften zu kaufen, sie wurde aber auch damals oft selbst hergestellt. Es war recht einfach, da viele Waren in großen Holzkisten verpackt waren und diese einfach umgebaut werden konnten. Wer Interesse an einer Kochkiste hat, findet unter "Kochkiste bauen" eine Bauanleitung.

Wie sieht die Kochkiste von heute aus?

Heute gibt es die Kochkiste abgewandelt, als Solarkocher. Der Sparkocher wird häufig gebaut, um in südlichen Ländern Brennstoffe zu sparen. Das Ganze funktioniert wie ein Gewächshaus. Die Kiste wird innen mit Aluminiumblech ausgeschlagen, der Deckel ist aus Glas. Durch den gläsernen Deckel wird Sonnenlicht eingeleitet, dass den Innenraum der Kiste aufheizt. In Mitteleuropa sollen Temperaturen bis zu 170 °C darin erreicht werden.

Weiteres zur Verwendung der Kochkiste oder wie man sie baut: Kochkiste aus Holz bauen, das ist die robustere Variante. Es ist aber auch möglich, eine Kochkiste aus Pappe herzustellen.

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